Heilpädagogisches Reiten
Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück der Erde. Schon seit dem Altertum ist die wohltuende Wirkung des Reitens auf Körper und Seele bekannt.
Diese positive Wirkung wird in den einzelnen Bereichen des Therapeutischen Reitens (Hippotherapie, Reittherapie, Heilpädagogisches Reiten) genutzt.

Im Vordergrund des Heilpädagogischen Reitens steht die individuelle Förderung der Entwicklung, des Befindens und des Verhaltens durch das Medium Pferd. Der Mensch wird in seiner Ganzheit auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene angesprochen. Das Pferd vermag es, den Menschen über alle Sinne anzusprechen und über seine Bewegungen in einen Bewegungsdialog mit dem auf ihm Sitzenden zu treten, wodurch eine Ganzheitserfahrung vermittelt wird. Eigenwahrnehmung, aus der sich später u.a. Selbstbewusstsein entwickelt, wird möglich.
Ein Pferd verhält sich dem Menschen gegenüber „neutral“ und ehrlich und reagiert immer direkt auf uns und unsere Handlungen. Es wertet nicht, sondern es reagiert spiegelbildlich auf sein Gegenüber. Pferde sind nicht berechnend, sie geben und nehmen ohne Bedingung. In der Beziehung zu ihnen können wir Vertrauen aufbauen, Trost finden, Verantwortung übernehmen, die Wirkung unserer Handlungen und Gefühle erfahren.
Verschiedene Übungen auf und mit dem Pferd fördern zudem die motorischen und koordinativen Fähigkeiten, das Gleichgewicht und die Konzentration.

Zum Heilpädagogischen Reiten können Kinder (ab 3 Jahren), Jugendliche oder Erwachsene zu Einzelstunden (45min.) oder Gruppenstunden (60 min.) kommen.

Heilpädagogisches Reiten kann unterstützen und fördern bei
  • verschiedenen Entwicklungsdefiziten
  • Lernbehinderungen, geistigen und körperlichen Behinderungen
  • emotionalen und psychischen Störungen
  • Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. bei Hyperaktivität
  • Aggressivität
  • Kontaktproblemen und Schwierigkeiten im Sozialverhalten
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • mangeldem Selbstwertgefühl
  • Ängsten
  • u.v.m.
Menschen, die durch vielfältige Therapieformen bereits „therapiemüde“ geworden sind, werden durch das Pferd neu motiviert.
Bilder von: Westfälische Rundschau - Hr. Teipel